Tongariro Crossing

Wecker um 4:40 (Schlummern)

Wecker um 4:45 (Lauras erstes Auge geht auf + Schlummern)

Wecker um 4:50 (Lauras zweites Auge geht auf)

4:51 Uhr : Laura geht auf Klo

5:20 Uhr: Laura + Bitti und Sarah (Sarah hat genau 2 Stunden geschlafen und sieht auch genau so aus) fahren mit dem Bus los.

Auf zu unserer ersten (und sehr wahrscheinlich) letzten 19,4 km langen Wanderung – geil. Das berüchtigte Tongariro Crossing ruft.

Wir wussten nicht genau was uns erwartet aber unsere 4 Liter Wasser, 8 Sandwiches, 4 Snickers, 2 Äpfel, 4 Müsliriegel, 1 Banane und unsere 4 Jacken waren bereit (war nur bisschen schwer). Für diese Wanderung wurde also tief in die Tasche gegriffen…

Davon leben wir ungefähr 4 Tage (ohne die Sachen für die Wanderung)

Das Tongariro Alpine Crossing wird von mehreren als eine der besten Tracking-Touren beschrieben und aus diesem Grund wollte ich (trotz fehlendem Beintraining) nicht auf diese Erfahrung verzichten.

Zusammen mit Sarah und zwei anderen Deutschen (Hanna +Lukas ; Oh wir haben eine Laura, Sarah , Lukas , Hanna und Bich Huyen. Ich Frage mich welcher Name nicht deutsch ist…) haben wir uns also motiviert auf den Weg gemacht.

Da ist man doch direkt beruhigt

Die ersten 4 km waren easy. Es ging eigentlich nur geradeaus und wir waren schließlich noch voller Energie.

Ab dem 4 km wurde es kritisch. Dort fingen die sogenannten „devil staircases“ an vor denen uns unser Busfahrer schon gewarnt hatte (war genauso lustig wie es sich anhört). Wir waren der festen Überzeugung bei c.a 7 oder 8 km angekommen zu sein und dann sahen wir das Schild : 6 km. Top. Das letzte Mal, dass ich von einer sportlichen Aktivität so deprimiert war war, als ich nach dem 100m Sprint im Schulsport geweint hab.

Aber an Aufgeben war nicht zu denken! Jeder Schritt macht ja bekanntlich schlank (ich warte noch auf ein Ergebnis). Ich fasse die Wanderung also schnell zusammen:

  • Windig
  • Bester Freund = Treppen (hab immer noch Muskelkater im Hintern)
  • unser eigenes Tempo war gut (haben etwa 7 Stunden gebraucht)
  • hab es geschafft mich als einzige Person in unserer Gruppe hinzulegen (meine Leggins hat jetzt ein nettes Loch)
  • bin nur 4 Mal umgeknickt (hätte vielleicht doch meine Orthese mitnehmen sollen – kein Platz )
  • Ab einem bestimmten Zeitpunkt konnte man nicht sagen ob Hoch oder Runter schlimmer ist
  • Aussicht und generell die Landschaft waren traumhaft 

Fazit : Das Crossing sollte man auf jeden Fall machen wenn man in Neuseeland ist aber man sollte auch nicht die letzte unsportliche Kartoffel sein .

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