Wer hat schon mal mit einer Kakerlake unter dem Bett geschlafen? Ich empfehle es nicht weiter. Schlimmste Nacht meines Lebens.
Fraser Island fing allerdings gut an. Schon am Abend bevor die Tour losging haben wir zwei Mädchen (Carina+Franzi) kennengelernt und uns auf Anhieb gut verstanden was perfekt war, denn sie sind mit uns auf Fraser Island gewesen.
Bevor es los ging hatte ich allerdings einen kleinen Panikmoment, denn man durfte nur einen kleinen Rucksack mit nach Fraser Island nehmen. Aber wir haben hier ja schon gelernt uns einzuschränken und dementsprechend mussten unwichtige Dinge wie ein Handtuch oder auch Duschgel in meinem Fall zurück bleiben.
Bei unserer gebuchten Tour stand es fest, dass wir mit 4 x 8 Personen Jeeps über die Insel fahren würden. Wir vier Mädchen sind dann zusammen mit einem anderen Deutschen, einem dänischen Pärchen und einem anderen Typen (habe leider vergessen woher er kam, Fakt ist allerdings dass er genervt hat) in einen Jeep eingestiegen und ab ging die Reise nach Fraser Island.
Mit den Jeeps auf dem Strand zu fahren hat wirklich unglaublich Spaß gemacht und auch wenn das Fahren im Inneren der Insel eher einer schlechten Achterbahn glich , war das der beste Teil der Tour.
Direkt bei unserer Ankunft wurden wir darüber aufgeklärt, dass auf der Insel einige giftige und auch tödliche Tiere leben. Uns wurde dann versichert, dass es absolut unwahrscheinlich ist, dass wir irgendwelche giftige Spinnen oder Schlangen sehen. Blöd nur dass am ersten Abend eine kleine Braunschlange vor dem Mädchenbad lag welche auch als zweitgiftigste Schlange auf der ganze Welt gilt. Man kann sich vorstellen wie beliebt das Mädchenbad ab da an war (Beliebt war es allerdings nie. War auch so schon ziemlich ekelhaft dort.).
Zudem wurden wir vor den dort lebenden Dingos gewarnt welche , wie ich finde , einfach wie süße Hunde aussehen. Die Beteuerung unseres Guides , dass die Dingos allerdings auch Menschen angreifen und töten hat mich dann jedoch davon überzeugt sie nicht unbedingt zu knuddeln. Wir wurden ebenfalls davor gewarnt unsere Finger nicht in Löcher im Boden zu stecken, weil dort die Spinnen leben. Da ich das sowieso vor hatte fiel mir das natürlich sehr schwer.
Dementsprechend froh war ich, dass wir nicht in Zelten sondern im Hostelzimmer geschlafen haben (Wer hätte gedacht dass ich mich einmal über ein Hostelzimmer freue.) Die Freude hielt allerdings nur so lange bis ein Mädchen aus unserem Zimmer (Paula) die Kakerlake unter meinem Bett entdeckte. Ab da an waren alle im Zimmer ein bisschen im Tier-Panikmodus und es half auch nicht wirklich, dass Laura mitten in der Nacht aufgewacht ist und geschrien hat weil sie dachte die Kakerlake ist die Wand hoch und dann in ihr Bett geklettert. Also diese Nacht war wirklich schrecklich. Man hatte einfach nur Angst und hat zudem geschwitzt. Geile Kombi.
Die Tage auf Fraser Island haben wir mit fahren in den Jeeps verbracht und wir haben einige faszinierende Orte wie Lake Mackenzie , Indian head oder die Champagne Pools besucht. All das war schön, doch das Wetter hat nicht so ganz mitgespielt und dementsprechend wirkte einiges nicht so schön wie es bei Sonnenschein gewesen wäre.
Abends wurde dann bei einigen der Tag mit dem ein oder anderen Bier (eher anderen) gefeiert. Ein Mädchen hing allerdings schon bei unserer Ankunft auf Fraser Island im Gebüsch und konnte nicht laufen. Und auch eine Gruppe Engländer dachte sich, dass die Tour im nüchternen Zustand wohl nicht zumutbar ist und sie waren bei einem Ausflug so betrunken, dass sie nicht mitlaufen konnten. Ich glaube ihre Gehirnzellen sind schon alle tot, denn wer bezahlt hunderte von Dollarn für eine Tour die man nicht mit machen kann?
Lustig war es dann allerdings als ich unseren Tourguide abends fragte, ob wir Obst haben könnten. Der gute Mann war auch nicht mehr ganz anwesend und fragte mich tatsächlich ob ich nicht langsamer sprechen könnte. Mein Englisch war wohl zu hoch für ihn. Den Apfel haben wir übrigens bekommen.
Bis darauf, dass ein Auto falsch gefahren ist, ein Auto abgeschleppt werden musste und wir nicht wussten ob wir von der Insel wegkommen weil die Flut zu hoch war , lief fast alles glatt. Fraser Island ist also echt ein kleines Abenteuer. Und das im besten Sinne.
