Byron Bay?

Unsere restlichen Tage in Australien kann ich inzwischen an einer Hand abzählen (Hilfe!).

Bevor wir Australien verlassen , gab es noch einen einzigen Ort, den Laura und ich auf unserer Reise noch sehen mussten: Byron Bay.
Angeblich extrem beliebt bei Backpackern und ein guter Ort zum Surfen.
Zusammen mit Max haben wir geplant unsere letzten Tage in Australien dort zu verbringen und dann entspannt in Sydney abzuschließen.

Also schön in unseren dritten Nachtbus rein. Ich schlief ungefähr 6-7 Stunden.
Laura ungefähr eine.
Nackenschmerzen hatten wir danach aufjedenfall beide.

Byron Bay ist wirklich ein extrem süßer Ort mit unzähligen kleinen Geschäften und mehreren Stränden.
Die Atmosphäre hier ist ebenfalls unbeschreiblich. Jeder einzelne Mensch auf der Straße wirkt gelassen und der Anblick von Menschen die barfuß und mit einem Surfbrett durch das Hostel laufen ist alltäglich.

Ein Ort den wirklich jeder in Byron besucht ist der berühmte Leuchtturm / östlichste Punkt Australiens.
Dorthin wollten wir zum Sonnenaufgang.
Wisst ihr was das bedeutet ?
Richtig um 5 Uhr ging der Wecker.
Oh ja. Scheiße — das dachten wir uns auch als wir uns morgens aus dem Bett gepellt haben.

Ich bin der Ansicht, dass sich das frühe Aufstehen aber auch komplett gelohnt hat. Der ein oder andere in der Gruppe stimmt mir da bestimmt nicht zu.
Kann ich aber auch nachvollziehen. Würde ich morgens so aussehen würde ich auch eher liegen bleiben.

Eine weitere Sache die wir unbedingt sehen wollten waren die sogenannten Mynion Falls. War ich darauf vorbereitet 4 Stunden durch den Regenwald zu wandern? Nope.
Aber ein Backpacker kennt keinen Wanderschmerz.

Passend zum Regenwald hat es natürlich —- richtig : geregnet —-
Und auch wenn ich 2 mal fast ausgerastet bin (bin ich dann auch) weil sich Blutegel an meinem Bein /Fuß festsaugen wollten (Ich konnte sie natürlich erfolgreich abwehren) , hat sich der Ausflug komplett gelohnt!
Der Regenwald ist übrigens auch einbisschen schöner als unser Wald auf dem Hackenberg.

Wir haben dann auch Jana aus dem Surfcamp wieder getroffen und zusammen mit Max, einem Pärchen aus unserem Zimmer und zwei Jungs die Max kennengelernt hat, waren wir eine relativ große Gruppe. Dementsprechend war die Zeit in Byron Bay wirklich lustig und der perfekte Abschluss für unsere Reise.

An 2 Tagen haben Jana und ich uns Surfbretter ausgeliehen und sind auf eigene Faust surfen gegangen. So ganz alleine, ohne Surfgruppe und Surflehrer ins Wasser zu wandern war ein seltsames aber irgendwie auch befreiendes Gefühl. Es hört sich vielleicht kitschig an aber auf dem Wasser sind alle gleich (bzw. Wir halt bisschen schlechter als andere).
Jeder will einfach nur surfen und das Wetter genießen. Wenn der ein oder andere eine gute Welle nimmt, feuern einen die anderen Surfer sogar an oder gratulieren und niemand wird verurteilt wenn er sich hinlegt.

Ich war schon traurig als wir Byron Bay verlassen mussten , denn der Ort hat mir wirklich extrem gut gefallen, die Menschen waren toll und die gesamte Atmosphäre will man am liebsten mitnehmen.

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